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Supperiör: Warme Suppen und tolle Designs

Was haben leckere Bio-Suppen und österreichisches Möbel- und Produktdesign gemeinsam? Ganz einfach, beides findet ihr vereint im Supperiör mitten in St. Pölten! Update.stp wollte es genauer wissen und hat die beiden Geschäftsführerinnen Johanna und Mareike zu ihrer Idee und St. Pölten allgemein befragt.

Das kleine Lokal bietet täglich drei frisch gekochte Bio-Suppen und Eintöpfe und gleichzeitig österreichischen Designern eine Präsentations- und Verkaufsfläche für ihre Werke. 

Update.stp: Suppen und Möbel sind eine außergewöhnliche Kombination. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

Diese Kombination ist durch das große Manko an beidem entstanden. Der Wunsch nach einem warmen, gesunden und schnellen Mittagessen (der sich mit Suppen und Eintöpfen hervorragen bedienen lässt) wurde immer lauter und das fehlenden Angebot an ausgefallenen, besonderen Dingen wie Möbel und kleinen Designaccessoires – weg von der Massenware hin zu handgefertigten Produkten mit individuellem Design und mit Leidenschaft gefertigt – haben uns darauf gebracht.

Wie viele Leute stehen hinter dem Unternehmen? Macht ihr alle Suppen selbst?

Wir sind momentan zu dritt. Zwei Geschäftsführerinnen (Johanna und Mareike) und unsere Mitarbeiterin Kathrin, ohne die wir aufgeschmissen wären. Wir kochen täglich in der Früh unsere Suppen selbst mit Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft.

Gibt es eine Lieblingssuppe, die ihr den Gästen besonders empfehlen könnt?

Prinzipiell hat jeder von uns seine Lieblingssuppen:  was man bei unseren Suppen im Allgemeinen empfehlen kann ist, sich auch an eher “gemüsig” klingende oder auch traditionell wirkende Suppen heranzuwagen, da wir sie oft neu interpretieren.

Ihr habt ja schon viele Designer auf eurer Website aufgeführt. Wie haben diese auf eure außergewöhnliche Idee reagiert?  

Wir hatten das Glück, dass jeder sofort begeistert war und wir somit nicht nur viele nette Leute kennengelernt haben, sondern auch tolles Design in unserem Shop präsentieren können.

Kann man wirklich alle Gegenstände im Raum käuflich erwerben?

Man kann 95% des gesamten Inventars erwerben. Jeden Tisch, jeden Stuhl, jedes Bild usw. Ausgenommen sind die Beleuchtungsstrahler an der Decke, die Bilderleisten auf denen wir die Werke präsentieren und die alten Weinkisten die wir in der Not als Regale verwendet haben. Und unsere wunderbare Theke muss natürlich auch bleiben.

Wieso habt ihr euch für den Standort St. Pölten entschieden?

Als gebürtige St. Pöltnerinnen wissen wir St.Pölten zu lieben. Wir sind gerne hier und wollten dieses Konzept auch nie wo anders umsetzen. Das Gute an St. Pölten ist, dass es eben noch nicht alles gibt und man den Leuten noch viel Neues zeigen kann. In Wien ist der Markt oft übersättigt und man hat starke Konkurrenz.

Außerdem haben wir viel Freude daran St.Pölten ein bisschen bunter zu machen.

Habt ihr einen persönlichen Lieblingsort in St. Pölten, den ihr unseren Lesern verraten möchtet?

Lieblingsorte gibt es für uns viele: das Café Emmi, das Schubert, das Cinema Paradiso, aber auch der Viehofnersee, der Hammerpark, der Sonnenpark am SKW (Verein Lames, Verein Sonnenpark), die Traisen uvm.

Gibt es ein Vorurteil über St. Pölten das euch nervt/nicht stimmt?

Das Vorurteil, dass St.Pölten stinkt, ist z.B. veraltet – die Glanzstoff gibt´s ja nicht mehr. Auch dass es kein Nachtleben gibt, können wir nicht bestätigen. St. Pölten ist dabei sich stark zu entwickeln und wir können nur jeden einladen daran Teil zu haben.

Gibt es Vorurteile, die ihr bestätigen könnt? Bzw. Wo gibt es Verbesserungspotenzial in St. Pölten?

St.Pölten ist anders (auch wenn man das von Wien immer hört), das können wir bestätigen. Es ist nicht immer leicht hier Fuß zu fassen, denn St. Pöltner sind Gewohnheitstiere, trotzdem können wir nur jedem Mut machen diesen Schritt zu wagen, es macht unheimlich viel Spaß.

Verbesserungspotential gibt es in jeder Stadt. In St. Pölten sehen wir momentan das Problem, dass die Innenstadt zusehends “ausstirbt” und ein starker Focus auf die Randzonen und Einkaufscenter gelegt wird. Es entsteht zwar auch viel Neues, aber es stehen doch einige Objekte leer, ganz deutlich zu bemerken zum Beispiel in der Linzerstrasse. Das finden wir sehr schade, da die Altstadt wirklich sehr schön ist und viel zu bieten hätte.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft von Supperiör?

Wir wünschen uns zufriedene und gut genährte Gäste, designinteressierte und offene Geister und viel Spaß.